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Das Kirchengebäude befindet sich im Bezirk Neukölln auf dem Jerusalemer Kirchhof etwas abseits der Hermannstr. Die genaue Adresse lautet: Hermannstr. 84-90, 12051 Berlin. Das ist in unmittelbarer Nähe zum U-Bhf Leinestr. (U8). Es handelt sich um einen typischen, neo-gotischen Bau. Seit einigen Jahren wird die Kirche ausschließlich von der bulgarischen orthodoxen Gemeinde benutzt. Ostern 2003 wurde die erste Liturgie zelebriert. Das Kirchengebäude wird von der Evangelische Kirche Deutschland (EKD) kostenlos zur Verfügung gestellt unter der Bedingung, dass es saniert und in Stand gehalten wird. Der Vertrag geht über 30 Jahre und schließt einen Kauf nach dem zehnten Jahr nicht aus.

Mehr Fotos von der Kirche gibt es auf dieser Seite.

Das Gebäude wurde um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert gebaut und ist bis 1995 von der evangelischen Gemeinde "Jerusalem" benutzt worden.

Zum Zeitpunkt der Vertragsabschlußes zwischen der bulgarischen orthodoxen Gemeinde und der EKD (2002) war die Kirche unbenutzbar. Daher mußten am Anfang dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen unternommen werden, um sie in einem für die Durchführung von Gottesdiensten geeigneten Zustand zu versetzen. Seitdem wird das Gebäude ständig erneuert. Zunächst mußte das undichte Dach zum Teil vollständig neu gemacht, Maßnahmen gegen die immense Feuchtigkeit ergriffen und ein  Großteil des Gebäudeinneren verputzt werden. Rapariert bzw. restauriert wurden der Glockenturm und einige der schönen Buntglasfenster.

Seit Ostern 2003 wird regelmäßig sonntags die hl. Liturgie zelebriert und samstags Abendgottesdienste gehalten. Ein Ereignis von besonders großer Bedeutung und Freude für die Gemeinde war die orthodoxe Kirchenweihe am 29.05.2005, durchgeführt von s.E. dem Metropoliten Simeon, Bischof Tihon, Archimandrit Harlampi und anderen Geistlichen. Mitbetend anwesend während des Gottesdienstes waren unter anderem der damalige Ministerpräsident Simeon von Sachsen-Coburg-Gotha mit seiner Gattin, die bulgarische Botschafterin in Berlin Frau Meglena Plugtschieva und Prof. Ivan Zhelev-Dimitrov, Leiter der Regierungskommision über Fragen der religiösen Gemeinsachafen in Bulgarien. (Fotos von der Kirchenweihe)

In der Zwischenzeit wurde im Frühling 2003 eine Ikonostase (Ikonenwand zum Altarraum) gespendet und montiert sowie der Kirchenraum von Herrn Angel Raduschev mit Ikonen bemalt. Damit erhielt die Kirche endgültig ein orthodoxes Gesicht. Erneuert wurde die Elektroinstallation und in diesem Zusammenhang der Boden. Ab Weihnachten 2003 verfügt die Kirche über eine Gasheizung. Zu diesem Zweck mußte eine Verbindung unter der Erde zum zentralen Gasnetz hergestellt und die entsprechende Vorrichtung eingebaut werden.

Für die Verwirklichung all dieser und anderer, kleinerer Maßnahmen wurde die Gemeinde vom bulgarischen Staat, der bulgarischen Botschaft in Berlin, privaten bulgarischen und deutschen Spender aus Berlin und Bulgarien und von manchen der ausführenden Firmen unterstützt.

Trotz der aktiven Tätigkeit stehen noch viele Aufgaben an. Das Grundwasser, welches durch das Fundament in die Wände als Feuchtigkeit vordringt, behindert die endgültige Fertigstellung der Ikonenbemalung und bedroht die prächtigen, bereits bemalten Flächen. Um die weitere Durchdringung des Mauerwerks mit Feuchtigkeit zu unterbinden, muß das Fundament des Gebäudes in entsprechender Weise isoliert werden. Dafür ist bereits ein Gutachten erstellt, aber noch keine Bautätigkeit eingeleitet worden. Um das gemeinschaftliche Leben der Gemeinde in seiner ganzen Fülle zu verwirklichen, möchten wir den Raum im Souterrain der Kirche auf passende Weise gestalten, damit sich die Menschen nach den Gottediensten zwecks geistlich-bildenden Maßnahmen dort treffen können. Bis jetzt befindet sich diese Räumlichkeit in einem unbrauchbaren Zustand. Diese Pläne werden weitere finanzielle Mittel erfordern.

Zur Zeit wird im Vorraum der Kirche nach dem Vorbild bulgarischer Kirchen ein kleines Geschäft mit Trennwänden gebaut. Darin sollen Bücher über orthodoxe Themen auf deutsch und bulgarisch sowie Ikonen und andere Gegenstände von ähnlicher Bedeutung verkauft werden. Je nach Spendeneinnahmen wird diese Tätigkeit fortgesetzt. Allerdings hat die Bezahlung laufender Kosten wie Strom und Gas höhere Priorität (18. Februar 2007: Der Kirchenladen startet seinen Betrieb).

Mit Dankbarkeit würden wir jede Unterstützung finanzieller oder anderer Art begrüßen. Die bulgarische orthodoxe Kirchengemeinde in Berlin ist als eingetragener Verein (e.V.) beim Berliner Amtsgericht registriert und kann Spendenbescheinigungen austellen, die von der Steuer abgesetzt werden können.

Für mehr Informationen können Sie sich an uns wenden (s. Kontakt).

Stand, wenn nicht anders vermerkt: 4. April 2006